„Der Tod Jesu“ in Pößneck: Ein kraftvolles Konzert voller Leidenschaft und Glauben

Am gestrigen Abend fand in der sehr gut gefüllten Stadtkirche St. Bartholomäus in Pößneck eine außergewöhnliche musikalische Aufführung statt. Das Passionsoratorium „Der Tod Jesu“ von Georg Philipp Telemann wurde von einem großen Ensemble präsentiert, das die Zuhörer mit einer ergreifenden Darbietung begeisterte.

Der Konzertabend, der von der Kantorei Pößneck und dem Ensemble Neue Töne sowie der Vogtlandphilharmonie getragen wurde, ermöglichte den Besuchern einen tiefen emotionalen Zugang zur Passionsgeschichte. In den Gesangsparts glänzten die Solisten Sunah Jung (Sopran), Lena Carina Bendzulla (Alt), Minseok Kim (Tenor) und Daniel Blumenschein (Bass), die ihre Rollen mit Hingabe und beeindruckender Ausdruckskraft gestalteten.

Besonders hervorzuheben war der Tenor Minseok Kim, dessen stimmgewaltige Arie mit ihren schnellen Koloraturen die Zuhörer in Staunen versetzte. Mit Präzision, überzeugender Textausdeutung im Rezitativ und kraftvoller Artikulation begeisterte er die Zuhörer.

Das Konzert war ein berührendes und kraftvolles Werk, das die Ereignisse rund um die Passion Christi musikalisch verarbeitet. Es war eine gelungene Verschmelzung von Musik und religiöser Botschaft, die sowohl die emotionale Tiefe der Passionsgeschichte als auch die spirituelle Bedeutung der Musik eindrucksvoll zum Leben erweckte.

Die Stadtkirche St. Bartholomäus bot den idealen Rahmen für dieses besondere Werk. Mit dem Oratorium “Der Tod Jesu”, welches 1755 uraufgeführt wurde, begann Telemann in seiner späten Schaffenszeit eine Reihe von Oratorien zu komponieren, nachdem er für diese Gattung einige Jahrzehnte nichts schrieb. Die Aufführung des Oratoriums “Der Tod Jesu” ist bis heute noch eine echte Seltenheit, obwohl am Samstag die Zuhörer Zeuge wurden, welches Meisterwerk Telemann erschuf. Das Werk entfaltet sowohl durch überraschende Harmonien als auch durch sparsame Instrumentierung eine außergewöhnliche Klangvielfalt.

Solche musikalischen Glanzpunkte wären ohne die enge Zusammenarbeit und das Zusammenspiel der Sänger aus verschiedenen Chören nicht realisierbar – ein weiteres erfolgreiches Projekt des ökumenischen Arbeitskreises, das von besonderem Erfolg gekrönt wurde.

Das Konzert war sicherlich für die Region Pößneck ein kultureller Höhepunkt in diesem Jahr und wurde von den Zuhörern mit großer Begeisterung aufgenommen. Ein unvergesslicher Abend, der das Publikum sowohl musikalisch als auch emotional tief berührte und die Sehnsucht nach weiteren Konzerten dieser Art weckt.

Kommentare sind deaktiviert.